Eine Image-Delle verhindert.

Leipzig – Das regulär anberaumte Kunden-Meeting zum Thema „Weiterentwicklung der Unternehmens- und Kommunikationsstrategie“ wurde unversehens zur Krisenkommunikations-Beratung.

Was war passiert?

Dem Kunden war sein Vertragspartner für eine lang geplante Veranstaltung „abhanden“ gekommen; sprich: seit Wochen unerreichbar. Somit war das Event akut gefährdet: Denn weder waren die Ordnungskräfte bestellt noch die erforderlichen Rettungssanitäter für die unter Umständen notwendige Erstversorgung eventuell verletzter Besucher verpflichtet. Nach den strengen Anforderungen für Versammlungsstätten blieb dem Kunden deshalb nichts anderes übrig, als die Veranstaltung von sich aus (in seiner Eigenschaft als Vermieter) abzusagen.

Die kommunikativen Herausforderungen ergaben sich insbesondere aus dem hohen Bekanntheitsgrad der Veranstaltung (Publikumsrenner, „bekannt aus Funk und Fernsehen“), dem Besucher-Einzugsgebiet des Kunden und dem social-media-affinen Publikum, das zu der Veranstaltung erwartet wurde. Wir durften also damit rechnen, dass die notwendige Absage öffentlichkeitswirksam kommentiert werden würde und potentiell auch der Kunde eine Image-Delle abbekommen könnte.

Die Aufgabe an uns war, solche Kernbotschaften zu finden, die eindeutig den Verursacher des Schlamassels adressieren und den Kunden wie auch Fans und andere Dienstleister als „Leidtragende“ positionieren.

Das ist uns gelungen: Die regional begrenzte Berichterstattung nahm die Kernbotschaften im Wesentlichen an. Die enttäuschten Fans kommentierten wenig und diese wenigen Kommentare bezogen sich auf den Veranstalter und nicht auf den Kunden.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor soll nicht unerwähnt bleiben: Der Kunde und seine Projektmitarbeiter waren stets ansprechbar (auch außerhalb der regulären Bürozeiten bzw. über das Wochenende) und rasch in der Abstimmung und Freigabe aller internen wie externen Kommunikationsmittel (Fragen-Antworten-Katalog, Sprachregelung, Pressemitteilung usw.)

 
Foto: Karina Carvalho